Beginne weit, um Wahlfreiheit zu schenken: Was beschäftigt dich gerade am meisten? Wenn ein Faden sichtbar wird, gehe näher heran: Was daran war für dich überraschend? Diese Abfolge fühlt sich wie gemeinsames Entdecken an. Der Trick liegt in sanften Übergängen, der Anerkennung bereits Gesagten und moderater Geschwindigkeit. So vermeidest du Verhörstimmung. Dein Gegenüber bleibt handlungsfähig, bleibt Autor seiner Geschichte und erlebt dich als Partnerin oder Partner beim Entfalten des Wesentlichen.
Gefühle benennen schafft Tiefe, weil Emotionen Orientierung geben. Sag zum Beispiel: Es klingt, als läge dir das wirklich am Herzen – was macht es so bedeutsam? Damit validierst du, ohne zu deuten. Solche Spiegelungen stärken Vertrauen und klären Bedeutungen, die hinter Fakten liegen. Plötzlich erzählt jemand nicht nur, was passierte, sondern warum es innerlich bewegt. Genau hier entsteht Sinn, weil persönliche Werte sichtbar werden und Verbindung wächst, die über bloßen Informationsaustausch hinausreicht.
Menschen denken in Geschichten. Statt nach Meinungen zu fragen, bitte um eine kleine Szene: Wann hast du das zuletzt erlebt? Was passierte als Nächstes? Geschichten liefern Kontext, Emotion und Handlung. Sie machen Erfahrungen greifbar, lassen Muster erkennen und öffnen Raum für Resonanz. Du kannst dann Fäden aufnehmen, Übergänge gestalten und Parallelen teilen. So baut ihr eine gemeinsame Erzählebene auf, die automatisch vertieft, weil sie konkrete Bilder, Spannungsbögen und echte Erkenntnisse hervorbringt.
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