Starte mit beobachtbaren Details, die leicht zugänglich sind, und bewege dich dann vorsichtig Richtung Interpretation. Fragen wie „Was daran war dir wichtig?“ oder „Welche Erinnerung hat das berührt?“ öffnen Türen, ohne sie aufzustoßen. Das Tempo bestimmt die Person, die antwortet. Halte die Sprache einfach und konkret; Metaphern dürfen folgen, wenn Vertrauen da ist. So wird die Brücke in klaren Schritten betreten: sicher, spürbar und frei von Überrumpelung. Bedeutung zeigt sich, wenn Fakten atmen dürfen.
Skalafragen wie „Auf einer Skala von eins bis zehn – wie zufrieden fühlst du dich damit?“ geben Struktur, ohne Komplexität zu negieren. Sie erleichtern Folgefragen: „Was macht es zu einer Sechs und nicht zu einer Vier?“ So tauchen Ressourcen, Hürden und Wünsche auf. Der Vorteil liegt in der Greifbarkeit; du kannst gemeinsam kleine nächste Schritte skizzieren. Die Brücke wird tragfähig, weil sie an klaren Pfeilern verankert ist: Einschätzung, Begründung, Perspektive. Tiefe erscheint, ohne den Überblick zu verlieren.
Kontrastfragen wie „Was war unerwartet leicht, was erstaunlich schwer?“ bringen Farben ins Gespräch. Sie erlauben Ambivalenzen, statt eindeutige Schubladen zu erzwingen. Wenn beide Seiten Widersprüche aussprechen dürfen, wächst Vertrauen in die Komplexität des Erlebens. Lade dazu ein, Gegensätze nebeneinander stehen zu lassen, bevor Lösungen gesucht werden. Oft zeigt sich darin der eigentliche Kern: die Spannung, die uns bewegt. So verdichten sich Worte zu Erkenntnissen, die tragfähig bleiben und als Markierungen auf der Brücke den nächsten Schritt erleichtern.
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